Die Scheu vor politischem Aktivismus

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Wer seinen Arbeitgeber im Landtag oder gar im Bundestag findet, wer seinen Lohn über eine Beschäftigung in einschlägigen Parteizentralen verdient oder wer sich als persönlicher Referent eines hochrangigen Parteifunktionärs auszeichnet – dem kommt ein Parteibuch oft zu Gute. Was aber denken Unternehmen ohne politischen Kontext über (kommunal-)politisch aktive Mitarbeiter? Nicht immer werden die Aktivitäten der Angestellten problemlos gesehen.

Eine gewisse Skepsis kann ich durchaus nachvollziehen. Jedenfalls immer dann, wenn die eigenen Mitarbeiter im öffentlichen Interesse stehen und sich parteipolitische Inhalte nicht mit den Grundsätzen des eigenen Unternehmens decken. Da soll es ja Parteien geben, welche die Trennung von Staat und Kirche fordern. Das Mitglied einer solchen Partei, welches gleichzeitig seinen Arbeitgeber im kirchlichen Dienst findet, wird sich – schon im eigenem Interesse – bei einer solchen Debatte zurück halten!? Und auch umgekehrt ist die Zurückhaltung möglich: noch in der letzten Sitzung des Rats in Münster hat Ratsherr Joachim Bruns (Die Linke) sich, aufgrund seines Beschäftigungsverhältnisses, in den Abstimmungen zu V/0220/2013 und V/0235/2013 für befangen erklärt.

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