Ausblick 2014

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Während viele Blogger-Kollegen den Jahreswechsel als Anlass zum Rückblick nutzen, präferiere ich den Blick nach vorn! Was 2013 geschehen ist können wir nicht mehr ändern, aber wir können für unsere Zukunft aus der Vergangenheit lernen. Das Jahr 2014 wirft seine Schatten voraus. Mich erwartet ein Jahr voller Emotionen, Herausforderungen und Anstrengungen. Genauso liegt aber auch ein Jahr mit Momenten der Ruhe und Entspannung vor mir.

Mehrfachbelastung

Der Anfang des neuen Jahres wird ganz im Zeichen der Mehrfachbelastung stehen: Familie, Beruf und Studium. Gerade zum Ende meines berufsbegleitenden Studiums an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld nehmen die Anforderungen spürbar zu. Bevor im März die offizielle Schreibphase der Bachelor-Thesis beginnt, will noch ein fundierter Businessplan geschrieben werden. Ein wenig verwirrend ist an der Stelle allerdings, dass die theoretischen Anforderungen der Dozenten der gängigen Praxis im Berufsalltag völlig widersprechen. Jedenfalls habe ich bislang bei keiner Finanzierung einen Businessplan in dieser Ausführlichkeit vorlegen müssen. Aber die Bewertungskriterien legen in diesem Fall nicht die Banken sondern der Dozent an der FHM fest. Challenge accepted! Und falls mich jemand fragt: „Warum tust Du das?“ – „Weil ich’s kann!“

Die wesentlich spannendere Herausforderung in diesem Zusammenhang liegt aber wohl in meiner Abschlussarbeit, die gleichzeitig das Ende meines vierjährigen, berufsbegleitenden Studiums einläutet. Ein gutes halbes Jahr setze ich mich mittlerweile damit auseinander, ein sinnvolles Thema für meine Bachelorthesis zu finden. Nicht zuletzt mein Blog hat mich mit einem vielversprechenden Kooperationspartner zusammengeführt. Und so werde ich mich im Januar mit dem Kompetenzzentrum kombabb NRW in Bonn treffen, um die thematische Ausgestaltung meiner Thesis zu diskutieren. Spannend wird dabei vor allem die Verbindung der Themenbereiche „Neue Medien“ und „Inklusion“ – ich freue mich, dass ich hierzu mit Prof. Manfred Leisenberg den Autor des Buchs „Web 2.0 im Unternehmen“ als Erstprüfer gewinnen konnte.

Auch beruflich stehen weitere Herausforderungen an. Im Zuge des Regierungswechsels wurde auch das BMFSFJ mit Ministerin Manuela Schwesig (@ManuelaSchwesig) neu besetzt. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die Finanzierung der Freiwilligendienste BFD & FSJ haben. Schon im vergangenen Jahr wurde deutlich, dass sich zunehmend die Abläufe und Organisationsstrukturen verändern. Nicht immer bedeuten diese Veränderungen auch eine Erleichterung im administrativen Aufwand der „Selbständigen Organisationseinheiten“ vor Ort. Trotzdem sind die Veränderungen wichtig und richtig, sodass ich dem gesamten Veränderungsprozess generell eher positiv gegenüber stehe. Gleichzeitig muss ich darauf achten, dass auch die Familie nicht zu kurz kommt.

Zeit für die Familie

Es gibt doch nichts Wichtigeres, als eine ausgewogene Work-Life Balance. Um so mehr beängstigt mich das Horrorszenario welches mich immer mal wieder heimsucht:

Im Büro müssen wir „noch mal eben“ … „kurzfristig“ … erledigen, während die nächste Prüfung an der FHM ansteht. Dann schiebe ich für „die Terminsache“ verantwortungsbewusst eben eine Extraschicht ein – hat ja schließlich auch niemand mit rechnen können. Wenn ich dann nach Hause komme schläft der Nachwuchs schon – ist ja schließlich schon spät. Dann bleibt mir ja doch noch ein wenig Zeit mich auf die Klausur in drei Tagen vorzubereiten… Ab an den Schreibtisch und die Vorlesungsunterlagen bis 23:30 Uhr durcharbeiten. Dann muss das aber auch erstmal reichen. Bleiben mir immerhin noch 5 Stunden Schlaf bis zum nächsten Arbeitstag. *gähn* Allerdings hab ich den Kurzen nicht auf der Rechnung, denn der meldet sich um 2 Uhr auch noch mal mit voller Windel. „Egal“, sage ich mir, „schlaf ist Luxus – braucht kein Mensch!“. Am Wochenende hab ich ja wieder Zeit für mein Kind und meine Frau. Das da allerdings schon wieder Präsenz an der FHM ansteht und ein Wochenende später der Patchwork-Besuch in Berlin geplant ist, hab ich mal wieder gar nicht auf dem Schirm…

Es ist und bleibt hoffentlich nur ein Horrorszenario. Vor allem mit einem terminierten Ende, denn im September 2014 hören die Hochschuleinträge in unserem gemeinsamen Google-„Familienkalender“ auf. Trotzdem ist es sicher nicht verkehrt, sich stets daran zu erinnern, dass es ein Ende haben wird. Schon bald wird sich herausstellen wofür die stetige Fort- und Weiterbildung gut war und sicher auch künftig sein wird. Doch zunächst werden sich die Prioritäten noch einmal ein wenig verschieben, sodass ich Familie auch tatsächlich intensiv genießen kann. Trotzdem wird es auch 2014 nebenberufliche Projekte geben.

Projekte 2014

Der Beginn des neuen Jahres bietet sich nur bedingt für zusätzliche Aufgaben an. Gerade in der Zeit von Businessplan und Bachelorthesis muss ich auf ein ausgewogenes Zeitmanagement achten. Trotzdem werde ich die Arbeit an interessanten Themen und Projekten nicht völlig einstellen. So freue ich mich schon heute auf das geplante Consulting zum Einsatz neuer Medien in einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Die Social Media erhalten zunehmend Einzug in die NGO.

Auch politisch verspricht das neue Jahr Einiges an Spannung. Schon im Weihnachtsgruß der SPD Münster kündigt sich an: da kommt was auf uns zu. Es wird Veränderungen im Rat der Stadt Münster geben. Die Parteien im #ratms wollen alle eine überzeugende Rolle im Wahlkampf übernehmen. Nachdem ich mein politisches Engagement in der Piratenpartei im November 2013 gänzlich aufgegeben habe, werde ich mich im anstehenden Wahlkampf nicht (offiziell) für eine Partei engagieren. Stattdessen steht weiterhin das inhaltliche Interesse am politischen Geschehen im Rahmen von Inklusion (vor allem im nicht-schulischen Bereich) & Barrierefreiheit im Vordergrund. Das wird sich im kommenden Jahr nicht ausschließlich auf meine passive Mitarbeit in der Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen (KIB) beschränken. Hier kündigen sich im Übrigen schon heute die ersten interessanten Termine an.

Nachdem ich bereits im August 2013 eine Studienreise der evangelischen Jugendbildungsstätte Nordwalde nach Kopenhagen begleitet habe, werde ich im September 2014 eine Reise für Menschen mit Behinderungen nach Norditalien leiten. Natürlich freue ich mich schon heute auf den inklusiven „Urlaub“ am Gardasee. Außerdem ist seitens Jubi Nordwalde und Fabi Münster ein Besuch der münsteraner MdB in Berlin angedacht. Nach der Veranstaltung „Meine Stimme zählt“ wurden man in den Reichstag eingeladen – einen genauen Termin gibt’s allerdings noch nicht. Eine vergleichbare Podiumsdiskussion für Menschen mit Behinderungen ist im Rahmen der Kommunalwahl leider nicht geplant.

Im Sommer habe ich angekündigt, dass ich das Vainstream-Festival gerne noch mal unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit besuche. 2013 war’s ja eher ein zufälliger Blogpost zum Thema, nachdem ich einen Rollstuhlfahrer beim Crowdsurfing gesehen habe. Generell ist das Vainstream auf jeden Fall ein Event, das sich unabhängig von meinem Interesse, auch musikalisch für einen Besuch anbietet.

Der #Aufstieg14 hat sich für den SC Preussen Münster e. V. wohl schon zur Winterpause so gut wie erledigt. Trotzdem wird man mich – entsprechend der zeitlichen Möglichkeiten – immer mal wieder im Stadion antreffen. Nicht zuletzt, weil die Gewinnchancen bei der Ticketverlosung der Stadtwerke Münster auf Twitter in der Regel recht erfolgversprechend sind… Veranstaltungen, die sich für den persönlichen Small-Talk durchaus mal anbieten.

DAS muss für heute reichen…

… aber für 2014 noch lange nicht. Im Gegenteil: ich verspüre zunehmend die Lust meine Gedanken schriftlich in Worte zu fassen. Wenn ich Ende Juli 2014 meine Bachelorthesis einreiche, fehlt mir zunächst erstmal der offizielle Auftrag zum Schreiben. Auch im kommenden Jahr wird es hier also den ein oder anderen Post von mir zu lesen geben, aber DAS muss für heute reichen…

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