Eine ‚inklusive‘ Wahlschlappe

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Nach der Wahlschlappe von SPD und Grünen ist sich Norwich Rüße (MdL, Grüne) sicher, dass „nur das Krönchen richten…“ nicht ausreichen wird. Mit seiner Analyse der „herben Niederlage“ trifft er den Nagel auf den Kopf – da können sich auch die Sozialdemokraten eine Scheibe abschneiden. Lieber Norwich, Dein Blogpost hat mich nachhaltig beschäftigt:

In meinen Augen liegt Norwich Rüße nicht ganz falsch, wenn er u. a. die (schulische) Inklusion für das Wahlergebnis verantwortlich macht. Dabei ist der inklusive Ansatz in meinen Augen zwar genau der richtige Weg, doch die Art und die Weise der Umsetzung durch die Landesregierung a. D. war falsch. Norwich Rüße beschreibt das selbst ganz richtig: Try-and-error funktioniert da nicht. Das System der (schulischen) Inklusion war und ist imho nicht abschließend durchdacht. Mit der „kalten Inklusion“ werden sämtliche Schüler in Regelschulen gepresst – unabhängig davon, ob das in den Augen der Schüler und der Eltern tatsächlich der ‚richtige‘ Weg ist. Gemeinsames Lernen ein MUSS für alle. Die Inklusion soll(te) die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen und den (barrierefreien) Zugang zu Bildungsangeboten schaffen, jedoch nicht die Regelschulform für jeden erzwingen. Ich muss vermutlich nicht weiter ausführen, dass sich die Realität in den Schulklassen ganz anders darstellt, als in den Lehrfilmchen und Inklusionsvideos!? Die Klagen der Lehrerschaft waren in den vergangenen Monaten laut genug.

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Die Scheu vor politischem Aktivismus

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Wer seinen Arbeitgeber im Landtag oder gar im Bundestag findet, wer seinen Lohn über eine Beschäftigung in einschlägigen Parteizentralen verdient oder wer sich als persönlicher Referent eines hochrangigen Parteifunktionärs auszeichnet – dem kommt ein Parteibuch oft zu Gute. Was aber denken Unternehmen ohne politischen Kontext über (kommunal-)politisch aktive Mitarbeiter? Nicht immer werden die Aktivitäten der Angestellten problemlos gesehen.

Eine gewisse Skepsis kann ich durchaus nachvollziehen. Jedenfalls immer dann, wenn die eigenen Mitarbeiter im öffentlichen Interesse stehen und sich parteipolitische Inhalte nicht mit den Grundsätzen des eigenen Unternehmens decken. Da soll es ja Parteien geben, welche die Trennung von Staat und Kirche fordern. Das Mitglied einer solchen Partei, welches gleichzeitig seinen Arbeitgeber im kirchlichen Dienst findet, wird sich – schon im eigenem Interesse – bei einer solchen Debatte zurück halten!? Und auch umgekehrt ist die Zurückhaltung möglich: noch in der letzten Sitzung des Rats in Münster hat Ratsherr Joachim Bruns (Die Linke) sich, aufgrund seines Beschäftigungsverhältnisses, in den Abstimmungen zu V/0220/2013 und V/0235/2013 für befangen erklärt.

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