Es könnte so einfach sein

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Wer hat nicht schon einmal in einer Projektgruppe, einem Teamgespräch oder einer Diskussionsrunde gesessen und gedacht: „Es könnte alles so einfach sein.“ Wie oft kommt es vor, dass wir ein „Ja, aber…“ hören? Oder die dritte Zusammenfassung dessen, was die beiden Kollegen zuvor schon gesagt haben. Um sicher zu gehen, dass keine Störungen zwischen Sender und Empfänger vorliegen, fasst der Moderator am Ende am besten noch einmal zusammen – natürlich mit den eigenen Worten.

Je größer die Runde, desto größer offenbar auch der Drang zur verbalen Selbstdarstellung. Den Eindruck gewinnt man schnell, wenn man selbst schon lange unzufrieden abgeschaltet hat. Wie aber kann einer solchen Gesprächsentwicklung gegengesteuert werden? Verkleinern wir doch einfach die Gruppen: weniger Beteiligte bedeuten weniger unterschiedliche Meinungen. Weniger Meinungen reduzieren kontroverse Diskussionen. Reduzierter Diskussionsanteil birgt immer seltener emotionale Störungen und am Ende haben sich alle lieb! <3

Aber mal im Ernst: das kann doch nicht die Lösung sein! Im Gegenteil: meines Erachtens geht so die Ideenvielfalt verloren. Gerade kreative Projekte leben vom heterogenen Kollektiv. Das bedeutet nicht, dass Kleingruppen nicht effektiv arbeiten. Aber es wird schnell belastend, wenn sich das Arbeitsaufkommen auf wenige Schultern verteilt. Die Lösung muss also eine Andere sein.

Planung, Organisation, Zieldefinition, Struktur und Moderation sind in diesem Zusammenhang wohl die Schlüsselbegriffe. Was soll das Ziel der Projektgruppe sein? Wie soll in der Sitzung vorgegangen werden? Welche (zeitlichen) Ressourcen stehen zur Verfügung? Und wer hat im Teamgespräch die Fäden in der Hand? Natürlich stellt uns ein solches, geplantes Vorgehen vor neue Probleme, aber grundsätzlich dürften gemeinsame Absprachen und eine klar strukturierte Vorgehensweise am Ende zielführend sein. Und vor allem spart es Zeit und Nerven.

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