Tilbecker Gespräche: Inklusion – Das wäre doch gelacht!

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Unter dem Titel „Inklusion – das wäre doch gelacht!“ stand gestern die Auftaktveranstaltung der Tilbecker Gespräche. Der Bezirksregierung Münster ist es gelungen, das gesamtgesellschaftliche Thema Inklusion auf humorvolle Art und Weise zu diskutieren. Auch ich durfte im neuen Fortbildungszentrum der Bezirksregierung in Tilbeck zu Gast sein.

Cartoonist Phil Hubbe

Das kurzweilige Programm konnte sich durchaus sehen lassen. Nachdem Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller den Abend eröffnet hatte, betrat Cartoonist Phil Hubbe die Bühne. Hubbe zeichnet seine Cartoons u. a. zum Theme Behinderung und Krankheit. Auch seine eigene Behinderung, die Erkrankung an Multiple Sklerose, nimmt Hubbe dabei auf die Schippe – so auch in seinem selbsterklärten Lieblingsbild:

 

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(c) Phil Hubbe – www.hubbe-cartoons.de

Aber auch andere Themen wie Sport und Politik werden zum Inhalt seiner Zeichnungen. Beim Vortrag ist es Hubbe durchaus gelungen, die rund 180 anwesenden Gäste für sein Talent zu begeistern. Ich selbst habe sein Buch „Der Stuhl des Manitou: Behinderte Cartoons“ schon lange in der Hausbibliothek.  Für all diejenigen, die gestern Abend nicht dabei sein konnten, gibt’s aber auch außerhalb der Bücher von Phil Hubbe die Möglichkeit über seine Werke zu lachen: der Cartoonist erscheint mittlerweile in vielen Tageszeitungen und im Sportmagazin Kicker. Rundum ein gelungener Einstieg in die Veranstaltung, der schon früh am Abend Lust auf mehr machte.

Heute habe ich im Übrigen mit Phil Hubbe telefoniert, um mir den verwendeten Cartoon freigeben zu lassen. Ich hab nicht damit gerechnet, dass Herr Hubbe erstmalig vor einem so großen Publikum gestanden hat. Allerdings hoffe ich nach dem gestrigen Abend, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist!?

 

Das Podium

Bei allem Humor der Veranstaltung sollte die Ernsthaftigkeit des Themas natürlich nicht unter den Tisch fallen. Aber kann das gelingen, wenn Cartoonist Phil Hubbe gemeinsam mit Kabarettist Rainer Schmidt auf Geschäftsführer Bernward Jacobs (Stift Tilbeck GmbH), den Nordkirchener Bürgermeister Dietmar Bergmann und den Abteilungsdirektor Wolfgang Weber (Bezirksregierung Münster; Abteilungsdirektor Schule, Kultur, Sport) treffen? Moderator Stefan Werding (Redakteur der Westfalenseite der Westfälischen Nachrichten) hat das Wechselspiel zwischen Ernsthaftigkeit und Humor auf dem Podium eindrucksvoll in der Waage gehalten. So entstand ein konstrovers geführter Diskurs, der durch viel Witz und Humor seinen Charme nicht verlieren konnte. Langeweile konnte da nicht aufkommen.

Kabarettist Rainer Schmidt

Kabarettist Rainer Schmidt rundete den unterhaltsamen Abend mit einem Auszug aus seinem Programm ab. Bei seinem Auftritt hatte ich schnell das Gefühl, dass dieser Mann es liebt, an die Grenzen zu gehen. War es doch teilweise ein ziemlich schmaler Grad auf dem Schmidt mit seinem Humor so wanderte. Humor ist bekanntlich Geschmackssache. Was mir vielleicht nicht gefiel stieß auf den Sitzen neben mir auf Gegenliebe – und umgekehrt. Bei aller Unterhaltung verlor aber auch Rainer Schmidt den Ernst der Thematik nicht aus den Augen und so traf der Kabarettist an diesem Abend die für mich wichtigste Aussage: „Wir alle werden in ein inklusives Umfeld hinein geboren. Separation findet erst im Laufe der Zeit statt.“ Damit liegt Schmidt meiner Meinung nach genau richtig, denn Inklusion erfordert an vielen Stellen einen gesamtgesellschaftlichen Wandel.

Fortsetzung folgt…

Die Tilbecker Gespräche sollen künftig im regelmäßigen Turnus eine Neuauflage finden. Die Veranstalter sprechen von „1-2 mal im Jahr“. Ich freue mich schon heute auf eine Wiederholung! 
Und DAS muss für heute reichen…



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