Net(t)working

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Während ich am Donnerstag den Blogpost „Wie Twitter mein Leben veränderte“ von @Saendralein lese, komme ich selbst ein wenig ins Grübeln. Ich komme allerdings nicht zu dem Schluss, dass Twitter mein Leben verändert hat – auch wenn Twitter sicher ein wichtiges Werkzeug in meinem Social Media Portfolio darstellt. In diesem Zusammenhang stellt sich aber auch die Frage, welchem Zweck sollen die ausgewählten Kanäle dienen. Das Netz bietet jedenfalls zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion.

Darstellung des Social Media Prismas � Eine art Bl�te, auf dessen unterschiedlich gef�rbten Laschen verschiedene Dienste zusammengefasst in diversen Kategorien dargestellt werden

Lange Zeit habe ich versucht, die einzelnen Social Media Aktivitäten strikt nach den jeweiligen Zielgruppen zu trennen und die Netzwerkarbeit auf wenige Kanäle zu fokussieren:

Nicht zuletzt durch die Notwendigkeit eines Google-Accounts für Android-Geräte folgten schon bald weitere Netzwerke:

 

Nicht zuletzt, weil ich das Schreiben in den vergangenen Jahren zunehmend vermisst habe, fing ich an zu bloggen. Der Ursprung war eine Auseinandersetzung mit meiner Krankenkasse, welche die Kostenübernahme eines medizinischen Eingriffs nicht erteilte. Nachdem ich dann schon mal ein eigenes Blog hatte, fing ich an, eigentlich nur für mich selbst zu schreiben. Doch schon bald bekam ich unerwartetes Feedback und direkte Reaktionen auf meine Posts. Immer wieder stelle ich fest, dass man sich an unterschiedlichen Stellen mit meiner Meinung auseinandersetzt. Auch beim Dachverband meines Arbeitgebers wird meine Meinung zur Followerpower der Caritas ernst genommen. Nachdem ich, dank der Unterstützung von @monasterium, anfange auch für die Huffington Post zu bloggen, werde ich beim Mittagessen auf einmal als „Blogger“ vorgestellt.

Hier wird dann auch der Mehrwert deutlich, der sich in meinen Augen aus dem Einsatz von Social Media und vor allem aus dem Beziehungsmanagement in Social Networks ergibt. Ohne Twitter und @monasterium wäre ich nie auf die Idee gekommen, für die Huffington Post zu schreiben. Ohne Twitter hätte ich niemals von der Bill Gates Foundation und den #impatientoptimists erfahren. Ganz sicher hätte ich auch nie die Ehre gehabt, Bill Gates einmal persönlich zu treffen.

Auch umgekehrt funktioniert das Networking. So habe ich im Sommer vergangenen Jahres eine Stelle über XING an eine Bekannte vermitteln können. Über die selbe Plattform erstreckt sich mittlerweile ein breites Netz zum Thema Inklusion, in dem ein konstruktive Austausch stattfindet. Und das obwohl ich seit Anfang 2012 nicht mehr in der Behindertenhilfe tätig bin. Das Internet bietet eben die perfekte Möglichkeit zur inhaltlichen Interaktion.

Wahrscheinlich geht’s mir mittlerweile ähnlich wie @Saendralein, wenn sie schreibt:

Letztens irgendwann mal habe ich es geschafft 5 Tage von Twitter fern zu bleiben, aber nur, weil ich den Account deaktiviert habe.

Allerdings bin ich auch mal ganz froh, wenn ich Twitter, Facebook & Co einfach mal ein paar Tage an die Seite legen kann. Ungestörte Momente mit Familie, Freunden und der Arbeit haben schließlich auch ihren Reiz. In diesem Sinne: DAS muss für heute reichen…

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