Kolloquium: Social Media gestützte Inklusion

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Es ist vollbracht: meine Bachelorthesis „Social Media gestütze Inklusion von Menschen mit Behinderungen“ liegt dem Prüfungsamt der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld seit einigen Wochen vor. Am 21. August 2014 darf ich meine Abschlussarbeit vor Prof. Dr. Ing. Manfred Leisenberg und Prof. Dr. Christian von der Heyden auf dem Campus in Bielefeld verteidigen. Anschließend werde ich Teilergebnisse der Arbeit auch auf meinem Blog und als Gastautor auf dem Blog Web 2.0 im Unternehmen veröffentlichen.

Im Rahmen meiner Recherchen und der wissenschaftlichen Untersuchung ist immer wieder deutlich geworden, dass uns die Social Media auch mit Blick auf die Leitidee der Inklusion zunehmend beschäftigen werden. Künftig wird es nicht mehr allein um die barrierefreie Gestaltung von Internetangeboten gehen, sondern zunehmend auch um die aktive Unterstützung der Inklusion, also der gleichberechtigten Teilhabe alle Menschen am Leben in der Gesellschaft. Ich durfte während meiner Arbeit am Thema viele interessante Menschen und ihre Ideen kennenlernen. Einer von denen, die ich ohne meine Arbeit an der „Social Media gestützten Inklusion von Menschen mit Behinderungen“ wohl nie getroffen hätte, ist Bill Gates. Auch wenn „Treffen“ und „Kennenlernen“ bei den Impatient Optimists wohl übertrieben formuliert ist. Das inhaltiche Interesse an meiner Arbeit zur Förderung der Inklusion durch Social Media freut mich. Zuletzt vor allem deshalb, weil Teile meiner Arbeit Ende Oktober in einem Herausgeberwerk zum Social Media Recruiting veröffentlicht werden. Darüber, wie ich zum Autor wurde, dann in einem meiner nächstens Posts ein wenig mehr.

Jetzt gilt es zunächst, die Ergebnisse meiner Arbeit noch einmal grafisch aufzubereiten, um die Thesis anschließend erfolgreich zu verteidigen. DAS muss für heute reichen…

Offenes Gespräch

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Eine Einladung zum Offenen Gespräch und Austausch erreicht nun die Initiative „alle für JUBI für alle“. Der Kreissynodalvorstand im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken reagiert damit auf den Offenen Brief der Initiative und lädt alle „interessierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie Freunde und Förderer der Evangelischen Jugendbildungsstätte zu einem Austausch ein“.

Das Offene Gespräch findet statt am:

Mittwoch, den 18. Juni, um 19 Uhr,
in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Nordwalde, Bispingallee 15

Nach eigenen Angaben hat der Kreissynodalvorstand mittlerweile über 130 Rote Karten aus der Aktion der Initiative „alle für JUBI für alle“ erhalten. Superintendent Joachim Anicker interpretiert die Rückmeldung: „Ihr Engagement und die Aktivitäten der Initiative ‚alle für Jubi für alle‘ zeugen von einer wertgeschätzten, lebendigen pädagogischen Arbeit in unserer Bildungseinrichtung sowie von der hohen Verbundenheit zahlreicher Menschen zu diesem Lernort.“ Natürlich können bis zur Kreissynode am 25. Juni 2014 in Velen-Ramsdorf weiterhin die Vorlagen der Initiatve genutzt werden.

„alle für JUBI für alle“ freut sich über die Gesprächsbereitschaft und hofft auf zahlreiche Teilnehmer zum Offenen Gespräch am 18. Juni 2014. Ich werde die Entwicklung auch an dieser Stelle weiter begleiten, aber DAS muss für heute reichen…

Offener Brief: alle für JUBI für alle

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Mit einem Offenen Brief wendet sich die Initiative „alle für JUBI für alle“ nun an den Kreissynodalvorstand des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Im Anschreiben zum offenen Brief heißt es: „Die lokalen Medien haben, seit der Veröffentlichung der Schließungsoption der Jugendbildungsstätte Nordwalde, zum Thema Bericht erstattet. Die inklusive Initiative „alle für JUBI für alle“, die sich aus Menschen mit und ohne Behinderungen zusammensetzt, stößt auf ein zunehmendes öffentliches Interesse. Auch wenn die aktuelle Diskussion langsam ein wenig transparenter gestaltet wird, bleiben bislang noch viele Fragen offen. Wir richten unsere Fragen mit heutigem Schreiben noch einmal konkret und direkt an den Kreissynodalvorstand, vertreten durch den Superintendenten Joachim Anicker.“

Offener Brief

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Interview „alle für JUBI für alle“

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Das schriftliche Interview der Initiative „alle für JUBI für alle“ (www.facebook.com/inklusion.jubi) mit dem evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken im aktuellen Newsletter KK-News Nr. 101 vom 10. Mai 2014 ist in seinen Ausführungen teilweise der redaktionellen Freiheit zum Opfer gefallen. Begründet wurden die Kürzungen mit dem Layout des Newsletter – platztechnische Streichungen waren notwendig. Natürlich war uns klar, dass an dieser Stelle vor allem die scharfen Spitzen und unangenehme Rückfragen gestrichen werden. Man hatte uns jedoch zugesagt, das komplette Interview auf der Homepage zu veröffentlichen und im Newsletter zu verlinken. Wir haben bislang weder Link, noch den entsprechenden Online-Artikel gefunden ;( Natürlich haben wir Sicherheitskopien des Interviews präventiv beiseite gelegt.

zum Interview in seiner Ursprungsfassung als PDF

Bleibt zu hoffen, dass sich der Kirchenkreis bei weiteren Zusagen im Rahmen der perspektivischen Entwicklung an die Absprachen hält. Denn solche Erfahrungen untermauern nicht gerade die Glaubwürdigkeit der handelnden Personen. DAS muss für heute reichen…

Inklusion: alle für JUBI für alle

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Rote Karte für die Sparpläne des Kirchenvorstands

Die Inklusion in der Jubi Nordwalde steht vor dem Aus, aber nur wenige Tage nach der Hiobsbotschaft des ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken hat sich Einiges getan. Ein ursprünglich dem Fundraising gewidmetes Wochenende funktionierte das Honorarteam für inklusive Angebote kurzerhand zum Strategieworkshop um. Daraus entstand die Initiative „alle für JUBI für alle“. Auf der zugehörigen Facebook-Seite wird schnell deutlich, welchen Rückhalt die Initiatoren in der breiten Öffentlichkeit haben. Erklärtes Ziel ist der Erhalt der Angebote zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen am Standort Nordwalde.

Sparen an der Inklusion - Rote Karte für den Kirchenvorstand

Rote Karte für den Kirchenvorstand CC-BY-NC-SA

Als ich am vergangenen Wochenende einen Anruf aus der Jubi Nordwalde erhalte, muss ich nicht lange überlegen. Selbstverständlich will ich meine Erfahrungen in der Begleitung von Web 2.0 Projekten und mein know-how aus der Entwicklung von Social Media Strategien für non-profit Organisationen (NPO) in das Kompetenzteam einbringen. Erstens liegt mir die Inklusion seit Jahren am Herzen und die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in allen Gesellschaftsbereichen ist mir ein großes Anliegen. Zweitens bin ich als freier Mitarbeiter der Jugendbildungsstätte Nordwalde mehr oder weniger selbst von der Entscheidung des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken betroffen.

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Exklusion inklusiver Bildungsangebote

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Exkludiert man in Nordwalde schon bald die inklusiven Bildungsangebote? Eigentlich eher zufällig musste ich gestern der Lokalpresse entnehmen, dass der Jubi Nordwalde das Aus droht. Schon kurios, dass diese Meldung ausgerechnet über eine Honorarkollegen aus dem entfernten Berlin in meine Timeline schwappte. Für eine solche Information bieten sich durchaus andere Kommunikationskanäle, als die lokale Presse.

Bevor ich mich dazu entschließe, wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend zu rennen, muss ich erst einmal tief durchatmen. Niemand wird die Jugendbildungsstätte samt des umfangreichen Kurskonzeptes für Menschen mit Behinderungen unüberlegt und kurzfristig schließen (wollen)!? Allerdings hatte ja auch „niemand die Absicht eine Mauer zu errichten“.

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Inklusion am Arbeitsplatz

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Ohne Umwege auf den Arbeitsmarkt – trotz Down-Syndrom im Job„, titeln gestern die Westfälischen Nachrichten ihren Bericht über Sophie Hovestadt. Eigentlich eine tolle Geschichte, wenn da nicht die Sache mit der Wortwahl wäre. Umgehend prangere ich an, dass die Überschrift „trotz Trisomie 21 im Job“ implementiert, eine Beschäftigung mit Trisomie 21 auf dem ersten Arbeitsmarkt sei im „Normalfall“ nicht möglich. Man könnte also meinen, ein sozialversicherungsplfichtiges Beschäftigungsverhältnis wäre für Menschen mit Behinderungen generell nicht möglich.

Dabei sollte doch genau das, im Rahmen der Inklusion, zur Normalität gehören. Im Artikel 27 der UN Behindertenrechtskonvention erkennen die Vertragsstaaten jedenfalls an:

das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit; dies beinhaltet das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen von Menschen mit Behinderungen sind bis heute in vielen Unternehmen dennoch die Ausnahme. Anders bei Sophie Hovestadt. Die 19-jährige arbeitet bereits seit fünf Monaten beim Münsteraner Integrationsunternehmen Münsteraner Dienstleistungsservice (MDS) GmbH. Gesellschafter des Integrationsunternehmens ist im Übrigen die Westfalenfleiß GmbH. Wie Inklusion am Arbeitsplatz aussehen kann, beschreibt MDS im eigenen Blog.

Auf meine Anregung hin haben auch die Westfälischen Nachrichten ihren Titel nach einem Abgleich bei Leidmedien.de angepasst. Herzlichen Dank an Julia Kwiatkowski für die Mühe.
DAS muss für heute reichen…

Paralympics ohne Delegation der Bundesregierung?

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Zu viel für einen Tweet, zu wenig für einen Blogpost – trotzdem habe ich etwas los zu werden. Hintergrund ist das „klare politische Zeichen an Russland“, das Verena Bentele heute im Morgenmagazin des ZDF sendete. Nach Aussage der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, wird die Bundesregierung keine Delegation zur morgigen Eröffnung der Paralympics ins russische Sotchi schicken. Die Lage auf der Krim ist sicherlich Grund genug deutliche Signale nach Russland zu schicken, jedoch stelle ich infrage, inwiefern eine solche Entscheidung eine weitere Signalwirkung hat: die Geringschätzung der Sportler. Sportler, die lange für die Teilnahme an den Paralympics gearbeitet haben. Menschen mit Behinderungen, die genau so hart für ihren Traum gekämpft haben, wie die Olympioniken, die Ihre Medallien auf dem Medals Plaza in Sotchi bereits in Empfang nehmen durften. Verena Bentele sollte als zwölffache Paralympics-Siegerin wissen, welche Bedeutung die Wertschätzung des Sports für die Teilnehmer hat.

Hoffentlich handelt es sich nur um ein Mißverständnis. Immerhin hat ein Sprecher des Innenministeriums den Aussagen von Verena Bentele bereits widersprochen. Staatssekretär Ole Schröder (CDU) wird seine Reise nach Sotchi wohl antreten. Schade, dass er offenbar ohne die Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen reisen muss. Ich freue mich auf den sportlichen Wettkampf und DAS muss für heute reichen…

 

Reingehört und mitgemacht: gemein & nützlich

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Anfang des Jahres habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was 2014 so auf mich zukommt und  wen alles (wieder) sehen möchte. Schnell sollten den Worten auch Taten folgen und so hab ich mich Mitte Januar mit Dr. Stefan Kronenburg zu einem äußerst interessanten, kollegialen Austausch über das Social Web, Kommunikationsstrukturen in der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit und persönliche Visionen im Rahmen des Content Management unterhalten. Ich bin mir sicher, dass wir uns nicht das letzte Mal über den äußerst spannenden Bereich der interaktiven Mediengestaltung ausgetauscht haben.

(cc) by Jona Hölderle - http://gemein-nuetzlich.de

(cc) by Jona Hölderle – http://gemein-nuetzlich.de

Und auch der Jona Hölderle (Online Marketing und Social Media im nicht-kommerziellen Bereich – Pluralog) ließ sich nicht zweimal bitten.

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Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg

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Ein Tweet der Caritas Webfamilie erinnert mich am Mittwoch daran, dass ich seit Wochen meine Gedanken zum Blogpost „Caritas meets Social Media“ zusammen fassen will. Immerhin verweist der Autor des Artikels, Marc Boos, auch auf einen meiner Beiträge, in dem ich die verbandlichen Kommunikationsstrukturen und ihre Reibungsverluste diskutiere.

Schon die Überschrift des Blogposts macht mich stutzig: wieso trifft die Caritas Social Media? Was haben die beiden bei ihrer Begegnung vor? Wieder mal nur Kaffee trinken und einen netten Plausch halten?

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