Scheitert das Schulsystem

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Scheitert das deutsche Schulsystem? Ehrlich gesagt ist es 5:15 Uhr als Sonja mir die Wahrheit über das Schulsystem auf meine Facebook-Timeline setzt. Wenn es Wecker, Dusche und ein starker Espresso bis dahin nicht geschafft hatten, dann schafft es Adrian Rouzbeh spätestens jetzt: ich bin wach. Hellwach. Aber ist der Typ, von dem ich bis dahin noch *nie* etwas gehört habe tatsächlich besser als das würzige Aroma und der ausgeprägte Geschmack des Wake Up Targa aus der Kafferösterei KJR Kaffee und mehr? Heute morgen ergänzen sich die beiden wunderbar, mein Espresso und der Inhaber von PHOENIX HUMAN PRIME.

Wahrheit über das Schulsystem!

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Gepostet von Adrian Rouzbeh am Sonntag, 26. November 2017

Tatsächlich macht Adrian’s Wahrheit über das Schulsystem auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam, das wir seit Jahren nicht in den Griff bekommen. Im Gegenteil: die nordrhein-westfälische Landesregierung verschlimmbessert mit schulpolitischen Entscheidungen im Sinne von ‚kalter Inklusion‘. Das der inklusive Ansatz generell der richtige Weg ist habe ich bereits diskutiert, allerdings dürfen wir das ‚gemeinsame Lernen‘ nicht zum MUSS im Schulsystem machen, sondern müssen es als individuelle Möglichkeit des (barrierefreien) Zugangs zu (schulischen) Bildungsangeboten sehen. Aber wie können wir in unserem Bildungssystem die gleichberechtigte Teilhabe und das uneingeschränkte, lebenslange Lernen von Menschen mit Behinderungen nach dem Verständnis des Art. 24 UN- Behindertenrechtskonvention gewährleisten? Und: wie sinnvoll ist der uneingeschränkte Zugang zu einem Schulsystem, das kaum in der Lage ist unsere Kinder *sinnvoll* auf das Leben vorzubereiten?

Ich stelle nicht das gesamte Schulsystem infrage – das ist sicher auch nicht Adrian’s Intention – dennoch wirft unser Bildungsansatz Fragen auf. Die Frage nach der Praxisrelevanz unserer schulischen Bildungsangebote und der Sinnhaftigkeit der elitären Gestaltung ist bereits gestellt worden. Mir persönlich fehlen weitere wichtigen Faktoren: wo bleiben die soziale Kompetenz, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung (im Sinne der Sozialraumgestaltung) und die praktische Vorbereitung auf das Leben? Klar sehe ich hier zunächst uns als Eltern, als Familie als Freunde in der Pflicht doch der schulische Druck (höher, schneller, weiter, besser) führt am Ende zum Mangel an Ressourcen: Mangel an Zeit, Mangel an Kraft, Mangel an Begeisterung. Und in der Folge bleibt auch die begleitende soziale Bildung über Jugendverbände, Sportvereine oder Kirchengemeinden aus. Ein Teufelskreis, doch DAS muss für heute reichen…

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