#caritasdigital – Recap der Caritas Digital-Werkstatt

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#caritasdigital, die Digital-Werkstatt der Caritas Webfamilie, warf schon lange ihre Schatten voraus. Anfangs stieß die erste digitale Konferenz der karitativen Einrichtungen in Deutschland (und in der Schweiz) offenbar noch auf zurückhaltende Resonanz, während ich mich bereits wie ein Honigkuchenpferd freute, als ich endlich die Einladung auf dem Bildschirm hatte. Am Ende fand sich allerdings eine gut 80 Personen starke Crowd zur zweitägigen Konferenz im Spenerhaus Frankfurt ein. Schon Ende 2011 lieferte ich mir mit Markus Lahrmann einen kleinen Schlagabtausch zur #followerpower in der Caritas. Nach den letzten zwei Tagen sehe ich uns beide irgendwie bestätigt. Aber zurück zur #caritasdigital.

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Net(t)working

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Während ich am Donnerstag den Blogpost „Wie Twitter mein Leben veränderte“ von @Saendralein lese, komme ich selbst ein wenig ins Grübeln. Ich komme allerdings nicht zu dem Schluss, dass Twitter mein Leben verändert hat – auch wenn Twitter sicher ein wichtiges Werkzeug in meinem Social Media Portfolio darstellt. In diesem Zusammenhang stellt sich aber auch die Frage, welchem Zweck sollen die ausgewählten Kanäle dienen. Das Netz bietet jedenfalls zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion.

Darstellung des Social Media Prismas � Eine art Bl�te, auf dessen unterschiedlich gef�rbten Laschen verschiedene Dienste zusammengefasst in diversen Kategorien dargestellt werden

Lange Zeit habe ich versucht, die einzelnen Social Media Aktivitäten strikt nach den jeweiligen Zielgruppen zu trennen und die Netzwerkarbeit auf wenige Kanäle zu fokussieren:

Nicht zuletzt durch die Notwendigkeit eines Google-Accounts für Android-Geräte folgten schon bald weitere Netzwerke:

 

Nicht zuletzt, weil ich das Schreiben in den vergangenen Jahren zunehmend vermisst habe, fing ich an zu bloggen. Der Ursprung war eine Auseinandersetzung mit meiner Krankenkasse, welche die Kostenübernahme eines medizinischen Eingriffs nicht erteilte. Nachdem ich dann schon mal ein eigenes Blog hatte, fing ich an, eigentlich nur für mich selbst zu schreiben. Doch schon bald bekam ich unerwartetes Feedback und direkte Reaktionen auf meine Posts. Immer wieder stelle ich fest, dass man sich an unterschiedlichen Stellen mit meiner Meinung auseinandersetzt. Auch beim Dachverband meines Arbeitgebers wird meine Meinung zur Followerpower der Caritas ernst genommen. Nachdem ich, dank der Unterstützung von @monasterium, anfange auch für die Huffington Post zu bloggen, werde ich beim Mittagessen auf einmal als „Blogger“ vorgestellt.

Hier wird dann auch der Mehrwert deutlich, der sich in meinen Augen aus dem Einsatz von Social Media und vor allem aus dem Beziehungsmanagement in Social Networks ergibt. Ohne Twitter und @monasterium wäre ich nie auf die Idee gekommen, für die Huffington Post zu schreiben. Ohne Twitter hätte ich niemals von der Bill Gates Foundation und den #impatientoptimists erfahren. Ganz sicher hätte ich auch nie die Ehre gehabt, Bill Gates einmal persönlich zu treffen.

Auch umgekehrt funktioniert das Networking. So habe ich im Sommer vergangenen Jahres eine Stelle über XING an eine Bekannte vermitteln können. Über die selbe Plattform erstreckt sich mittlerweile ein breites Netz zum Thema Inklusion, in dem ein konstruktive Austausch stattfindet. Und das obwohl ich seit Anfang 2012 nicht mehr in der Behindertenhilfe tätig bin. Das Internet bietet eben die perfekte Möglichkeit zur inhaltlichen Interaktion.

Wahrscheinlich geht’s mir mittlerweile ähnlich wie @Saendralein, wenn sie schreibt:

Letztens irgendwann mal habe ich es geschafft 5 Tage von Twitter fern zu bleiben, aber nur, weil ich den Account deaktiviert habe.

Allerdings bin ich auch mal ganz froh, wenn ich Twitter, Facebook & Co einfach mal ein paar Tage an die Seite legen kann. Ungestörte Momente mit Familie, Freunden und der Arbeit haben schließlich auch ihren Reiz. In diesem Sinne: DAS muss für heute reichen…

Kirche im Web 2.0 #kiw13 – Eine Veranstaltung wirft Ihre Schatten voraus

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Noch einmal schlafen, dann ist es so weit: die Akademie Franz-Hitze-Haus lädt zur Tagung „Kirche im Web 2.0“ nach Münster ein. So langsam wirft die Veranstaltung ihre Schatten voraus und die Twitwalls mit dem Hashtag #kiw13 füllen sich. 
Das Interesse der Kirche am Web 2.0 und den Social Media scheint groß – reisen die Teilnehmer von Freising, Berlin oder Frankfurt doch quer durch Deutschland um den Ausführungen der namhaften Referenten zwei Tage lang zu folgen. Erstaunlich, dass gerade die Headliner selbst aus dem Ausland anreisen. 
Hier noch einmal die wichtigsten Links für die kommenden zwei Tage im Überblick:

Mein ausführlicher Bericht folgt am Wochenende. Bis dahin gibt’s alle persönlichen Infos zur Veranstaltung auch unter @Schedding

Urabstimmung – Plakatieren PIRATEN in Münster?

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Innerhalb der +Piratenpartei Münster kam gestern Abend eine Diskussion zum Plakatieren im Rahmen der Bundestagswahl #BTW13 auf. @de_wastl stellte via Twitter zur Diskussion: „Ich will ne der ob wir zur Bundestagswahl aufhängen sollen. Geht so was? Satzung lesen…“

Auch Listenkandidat Markus Kompa beteiligte sich an der kontroversen Auseinandersetzung und kippte das Thema nun auf die Mailingliste der PIRATENPARTEI Münster.

Sicherlich gibt es bei der Betrachtung des Vorschlags mind. zwei Szenarien, die wir an dieser Stelle betrachten sollten.

Szenario I:
Es gibt in Münster ein generelles Plakatierverbot. Parteien dürfen auf zentralen Stellwänden mit Plakaten werben, nicht aber mit zusätzlichen Plakaten im Stadtbereich.

Szenario II:
Das Plakatieren ist generell erlaubt, die PIRATEN entscheiden sich jedoch im Rahmen einer Urabstimmung auf das Plakatieren zu verzichten.

Während ein generelles Verbot in Münster zu plakatieren, allen Parteien dieselben Voraussetzungen zur Wahlwerbung mittels Plakaten bietet, würden sich die PIRATEN im zweiten Szenario die entsprechenden Möglichkeiten selbst entziehen. Bleiben wir aber zunächst beim Szenario I:

Ein generelles Verbot von Plakaten würde meines Erachtens nach die Unfallgefahr im Stadtbereich reduzieren. Denn Autofahrer würden nicht durch zusätzliche visuelle Reize abgelenkt. Gleichzeitig wäre durch ein Verbot zu vermeiden, dass Verkehrszeichen im Plakatwald „untergehen“.

Ein großer Vorteil, speziell für die PIRATEN, wäre sicherlich der Ressourcenfaktor. Auf den kostenintensiven Druck von Plakaten könnte verzichtet werden. Ebenso würden auch die zeitintensiven Aktivitäten zum Auf- und Abhängen der Plakate wegfallen – die PIRATEN kümmen sich nämlich noch selbst darum und beauftragen keine Unternehmen dafür.

Der Werbeeffekt wäre sicherlich trotzdem gegeben. Die Aufmerksamkeit richtet sich allerdings auf einige, wenige markante Punkte in der Stadt. So wird es ganz bestimmt ein Teil der Wählerschaft begrüßen, wenn eine Partei auf Plakate verzichtet.

Das Szenario II beinhaltet für die PIRATEN gleichermaßen das Einsparen von Ressourcen, hat darüber hinaus aber weitere Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Die bereits angesprochenen Vorteile für das Stadtbild und die Verkehrssicherheit werden sicherlich von dem Ein oder Anderen wohlwollend begrüßt. Und auch die Presse hätte sicherlich ein Interesse an diesem außergewöhnlichen Schritt.

Ich stelle mir allerdings schon einige Fragen zur zweiten Variante, über deren Antworten wohl nur spekuliert werden kann:

  • Wie hoch wird die Anzahl der Wähler sein, welche die PIRATEN aufgrund der Nicht-Plakatierung zusätzlich wählen?
  • Wie hoch ist im Vergleich dazu die Anzahl der möglichen Wähler, welche die Politik der PIRATEN aufgrund fehlender Plakate gar nicht hinterfragen?
  • Welche Auswirkung kann die Berichterstattung zur „Aktion“ der PIRATEN auf das Wahlergebnis haben? Verpufft der öffentlichkeitswirksame Effekt nicht relativ schnell wieder?
  • Können die PIRATEN auf die „konservative“ Art, die Aufmerksamkeit des Wählers zu erregen, verzichten ohne das sie an Glaubwürdigkeit verlieren?

Ganz persönlich kann ich mir nicht vorstellen, unter den Bedingungen des Szenario II auf die Plakatierung zu verzichten. Ich habe eher die Befürchtung, dass die PIRATEN für eine handvoll Wählerstimmen die Ernsthaftigkeit ihrer Politik selbst infrage stellen. Ich glaube eher, dass ein ansprechendes Plakat uns bei einem Spontanwähler durchaus noch mal in Erinnerung rufen kann. Auch wenn das Plakat als solches sicherlich nicht der ausschlaggebende Grund für das Kreuzchen an der „richtigen Stelle“ sein wird. Wer die PIRATEN aus Überzeugung wählt, muss nicht mehr überzeugt werden! Ich bin davon überzeugt, dass nur wenige Münsteraner die Parteiprogramme der großen Parteien und erst Recht nicht das Programm der PIRATEN kennen. (Das sich jetzt keiner auf den Schlips getreten fühlt: wenn Du die Programme kennst, gehörst Du wohl zu den Wenigen).

Auch wenn’s zweitaufwendig ist: ich freue mich auf die Gemeinschaftsaktionen zum Auf- und Abhängen der Wahlplakate der PIRATEN zur Bundestagswahl 2013. Ein generelles Plakatierverbot wird’s in Münster wohl nicht geben.