Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg

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Ein Tweet der Caritas Webfamilie erinnert mich am Mittwoch daran, dass ich seit Wochen meine Gedanken zum Blogpost „Caritas meets Social Media“ zusammen fassen will. Immerhin verweist der Autor des Artikels, Marc Boos, auch auf einen meiner Beiträge, in dem ich die verbandlichen Kommunikationsstrukturen und ihre Reibungsverluste diskutiere.

Schon die Überschrift des Blogposts macht mich stutzig: wieso trifft die Caritas Social Media? Was haben die beiden bei ihrer Begegnung vor? Wieder mal nur Kaffee trinken und einen netten Plausch halten? „Der Einsatz sozialer Medien ist [beim DCV nach eigenen Aussagen doch schon] seit Jahren ein Thema.“ Wird’s da nicht langsam Zeit für konkrete Ergebnisse? Gut, erste konkrete Ergebnisse hat’s mit den Social Media Guidelines Ende 2011 ja schon gegeben, aber seither verliert man sich weiter im eigenen Findungsprozess. Überschriften wie „Startschuss für die Social Media Strategie der Caritas“ oder „Social Media Management im Spitzenverband geht in die Umsetzung“ würden mich vom Hocker hauen. Aber das ist und bleibt wohl Zukunftsmusik.

Marc Boos hält fest, dass die eigenen Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg sind. Denn nur durch glaubwürdige Mitgestaltung der eigenen Basis bleibt der Verband authentisch. Aber sind es nicht die Digital Natives und Social Media affine Mitarbeiter wie Marc, wie ich und wie viele andere, die den Verband gerade vor eine seiner größten Herausforderungen stellen? Seit 2011 kämpfen wir gegen Windmühlen und schwimmen gegen den Strom, denn wir wollen Veränderung. Aber bis zum Change liegt ein langer Weg vor uns, wollen viele Dinge doch zunächst verschriftlicht und von den Entscheidern abgesegnet werden. Festgehalten sind die gewollten Veränderungen bereits seit 2011 in den Guideline – eine spürbare, nach Außen sichtbare Veränderung gibt es bis heute kaum.

Der Entscheidungsprozess als solcher verlangt Veränderungen. Das Social Web funktioniert nicht, wenn jeder Kommentar im Namen des Verbands zunächst auf sein „OK“ aus der Chefetage wartet. Der Schlüssel zum Erfolg heißt „Vertrauen“! Ihr selbst seid es, die sich den Mitarbeiterstamm aufbauen. Wer seinen eigenen Social Media Manager nicht im Vertrauen auf den loyalen Umgang mit den sozialen Medien frei handeln lässt, stellt seine eigenen Personalentscheidungen infrage.

Auch Roland Knillmann hat in seinem ausführlichen Kommentar zum Blog erkannt, dass der Einsatz von Social Media zu einem kontinuierlichen Lernprozess im Verband führen wird. Von „Machtverlust“ der Führungsebene ist die Rede, genauso aber auch vom Wissenstransfer zwischen Digital Natives und Digital Immigrants und umgekehrt. Ich empfehle: lassen Sie die beidseitigen Veränderungsprozesse zu. Top-down wie bottom-up.

Die Entwicklungen gehen nicht an mir vorbei. Vielmehr bin ich weiterhin enttäuscht, welch großes Potenzial noch immer auf der Strecke bleibt. Von daher möge man mir meinen emotionalen Rant verzeihen. DAS muss für heute reichen…

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